öbbis zum luege, Bjarne Geiges, LichtBilder
29.3.26 - 10.5.26
Ausbildung zum Fotografen in Berlin - Freier Presse-Fotograf - 30 Jahre Studio für Werbefotografie in München - Seit über 35 Jahren freie Fotos und Ausstellungen.
Bjarne Geiges` Wahrnehmung und Weltsicht sind geprägt von seiner einfachen Kindheit
in der Natur des Hochschwarzwaldes, und während andere Kinder Gutenachtgeschichten vorgelesen bekamen, hat er seinem Vater, Fotograf, in der Dunkelkammer zugeschaut,
wie im Entwickler Bilder entstehen.
Auf seinen „Reisen“ im und ums Haus ist die Kamera sein Notizbuch. Er sammelt
meist unscheinbare Motive, die so einfach, wie er sie gefunden hat, manchmal auch neu geordnet, jedem eine eigene Geschichte über das Sichtbare hinaus erzählen, oder unverständlich, ein Geheimnis, bleiben können.
Die Arbeiten von Bjarne Geiges sind weniger große Werkzyklen. Ihn beschäftigen verschiedene Themen, (z.B. „scheinbar anscheinend“, "Dialog", „Zeichen und Wunder“
„Erinnern-Vergessen“, oder „Lichtspiel“). Er findet Worte, Zitate, Gedanken aus denen Bilder werden. Ein unruhiger Prozess, tastend und sich immer neu hinterfragend. Nach dem Prinzip: „genau hinschauen, weglassen, übertreiben.“ (O.Marquard)
John Berger über eine andere Art zu erzählen: „Angenommen, man versucht, eine Anzahl Fotografien, die aus den Millionen existierender Bilder ausgewählt sind, so anzuordnen, dass diese Anordnung Erfahrung mitteilt. Erfahrung, wie sie in einem Leben oder mehreren Leben enthalten ist. Wenn das geht, könnte es auf eine für die Fotografie spezifische Erzählform hinweisen.“
Quint Buchholz schrieb zu einer Ausstellung: „...und damit sind wir beim Spiel, uns dieser mal staunenden, mal philosophischen, mal übermütigen Entdeckerlust anzuvertrauen,
die Welt neu zu verstehen und sie uns anzueignen, indem wir - eben - mit ihr spielen,
sie anders erschaffen, auf den Kopf stellen: das ist es, was uns die Fotografien von Bjarne Geiges über sich selbst hinausweisend vorschlagen, woran sie uns erinnern.“
Die Drucke haben ein kleines Format. Anstatt auf Distanz vor einem „Poster“ zu stehen,
ist der Betrachter gezwungen, nah vor das Bild zu treten, anzuhalten und sich einzulassen
Ausstellungsflyer Bjarne Geiges PDF-Dokument5,46 MB
Man kann den Künstler "öbbis" fragen, am 10. Mai ab 15 Uhr.
Kurz vor dem Ende der Ausstellung wird Bjarne Geiges nochmals in der Ausstellung anwesend sein. Gerne beantwortet er Ihre Fragen zu Motiven, Methode, Montage, Licht u.v.m. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Eckart Hahn - Lichtung
17.5.26 - 26.7.26
Der Titel der Ausstellung LICHTUNG verweist einerseits auf das Bühnenhafte des Waldes, in dessen Helligkeit sich das Leben zeigt. Es tritt aus dem Dunkel hervor und offenbart sich. Andererseits bezeichnet das Lichten eine Fehlstelle. Die Lichtung ist eine Lücke und lenkt den Blick auf das, was fehlt. So wird sie zum Sinnbild für
Offenbarung und Verschwinden zugleich.
Wie im Theater sind Lichtungen
Kulminationspunkte. In Hahns Arbeiten bilden bühnenhafte Elemente stets ein
zentrales Mittel der Konzentration.
Der in Freiburg geborene Künstler, der international ausstellt, kommt seiner
Geburtsstadt mit dieser Ausstellung
geografisch sehr nah.
Auch die Geburt lässt sich als eine Form des Sich-Lichtens verstehen: das
Verlassen eines geschützten Ortes und der Schritt ins eigene Leben. Hahn widmet sich genau diesen Übergängen, den
Nahtstellen, und verknüpft sie mit der
Frage nach dem, was uns verbindet.
Seine Malerei ist in ihrer realistischen
Intensität jedoch nie bloßes Abbild,
sondern gewinnt ihre Spannung aus der Auseinandersetzung damit, was wirklich ist und was wahr sein könnte.


