Im Überblick
Der Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg ist der Nachfolgepreis des Hans Thoma Staatspreises. Letzterer, der „Hans-Thoma-Preis“ (bis 2024) wird seit 1950 - zunächst jährlich, seit 1971 alle zwei Jahre - an Bildende Künstler und Künstlerinnen vergeben, die bereits ein anerkanntes Werk aufweisen oder eine Weiterentwicklung zu hohen Leistungen erwarten lassen. Zudem müssen Sie in Baden-Württemberg geboren sein oder hier einen Schwerpunkt ihrer Arbeit haben. Bislang war der Preis mit 10.000 Euro dotiert. Seit dem 25. August 2022 beträgt die Preishöhe 25.000 Euro.
Seit Einrichtung des Preises richtet jede/r Preisträger/in dem Museum eine Ausstellung aus und überlässt dem Museum ein Kunstwerk als Schenkung; so konnte das Museum eine herausragende Sammlung aus mehr als 70 Jahren Kunst aus Baden-Württemberg aufbauen.
2024 wurde der Preis in "Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg" umbenannt.
Der nächste Landespreis wird am 18. Juli 2027 um 13:00 Uhr in Bernau im Kurpark verliehen.
2025: Nevin Aladağ: Bildhauerin, Fotografin, Installations- & Performancekünstlerin
Nevin Aladağ wurde 1972 in Van in der Türkei geboren. Sie ist ab ihrem ersten Lebensjahr in Stuttgart aufgewachsen und nach ihrem Studium bei Olaf Metzel an der Akademie für bildende Künste in München ihrer Heimatstadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg über eine rege Ausstellungstätigkeit verbunden geblieben. Die Verbindung zu Stuttgart zeigt sich in besonderer Weise in ihrer Videoarbeit „Traces“ von 2015, die eine Hommage an die Stadt ist. Seit 2002 lebt und arbeitet Aladağ in Berlin. Fragen nach Herkunft und Identität sind zentrale Aspekte ihres künstlerischen Schaffens. Ausstellungen, Aufnahme ihrer Arbeiten in Museen dieser Welt, Auszeichnungen und Ehrungen begleiteten ihren bisherigen erfolgreichen künstlerischen Weg. Seit 2020 ist sie Professorin für Skulptur in Bewegung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Nevin Aladağ ist eine renommierte Bildhauerin, Installations- und Performancekünstlerin, die stark intermedial arbeitet, so fließen häufig Klangelemente und Musik in ihre Arbeiten ein. Ornamente und Textilien unterschiedlichster Herkunft verarbeitet sie zu neuen Werken und beleuchtet so Begriffe wie Tradition und Herkunft. Damit sind die Themen ihres Arbeitens hochaktuell und gesellschaftsrelevant. Ihre Kunst wurde mehrfach auf internationalen Ausstellungen gezeigt, u.a. war sie 2017 auf der Biennale in Venedig, sowie auf der Documenta 14 vertreten. 2021/2022 richtete das Museum Villa Stuck in München eine umfangreiche Einzelausstellung zum Werk der Künstlerin aus. Nevin Aladağ wurde schon mehrfach für ihr Schaffen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie 2017 den 11. Ernst Rietschel Kunstpreis der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden / Albertinum. Ihre jüngste Einzelausstellung „Interlocking“ wurde im Frühjahr 2024 im Max Ernst Museum Brühl gezeigt.
Arbeiten von Nevin Aladağ sind in internationalen Sammlungen vertreten, u.a. in der Pinakothek der Moderne, München; Kunstmuseum Stuttgart; Neue Nationalgalerie, Berlin; Sammlung für zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Bonn; SFMoma San Francisco; Museum Tinguely, Basel; Centre Pompidou, Paris; Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien; K11 Art Foundation, Shanghai und Hong Kong und demnächst auch in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.
Landespreis_2025_Flyer_Nevin Aladag PDF-Dokument3,09 MB
PM MWK Landespreis fur Bildende Kunst 2025 PDF-Dokument410,07 KB
2027: Ulla von Brandenburg
Malerin, Grafikerin, Installations- und Videokünstlerin
Landespreis für Bildende Kunst geht an Ulla von Brandenburg
Der Landespreis für Bildende Kunst 2027 geht an die Künstlerin Ulla von Brandenburg. Das Land würdigt Ulla von Brandenburgs herausragendes künstlerisches Wirken bei der Verwandlung von Museen in Theaterbühnen.
Die in Karlsruhe geborene Malerin, Grafikerin, Installations- und Videokünstlerin Ulla von Brandenburg gehört zu den international profiliertesten Stimmen der Gegenwartskunst. Ihre Gesamtkunstwerke aus Malerei, Skulptur, Textilarbeiten, Filmen und Performances entfalten neue Wirklichkeiten, die Fragen nach Erinnerung, Ritualen, gesellschaftlichen Rollen und kollektiven Bildern verhandeln. Der Landespreis ist mit 25.000 Euro verbunden.
Kunststaatssekretärin Neşe Erikli sagte: „Ulla von Brandenburg setzt weit über Baden-Württemberg hinaus Maßstäbe. Ihre Werke laden nicht nur zum Staunen ein, sondern auch zum Nachdenken. Sie hinterfragt Gewohntes und eröffnet neue Perspektiven auf unser Zusammenleben. Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht, brauchen wir Kunst, die Menschen bewegt, Debatten anstößt und den Dialog stärkt. Baden-Württemberg steht für diese Freiheit der Kunst und fördert sie mit Überzeugung.“
Preisverleihung am 18. Juli 2027 in Bernau
Die feierliche Preisverleihung findet am 18. Juli 2027 in Bernau im Schwarzwald statt. Das Badische Landesmuseum und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden organisieren und betreuen aus Anlass der Verleihung im Auftrag des Ministeriums eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin im Hans-Thoma-Kunstmuseum. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Räume des gemeinsamen Erlebens und Nachdenkens
Die Jury war sich einig: „Ulla von Brandenburg hat ein Werk geschaffen, das in einzigartiger Weise die Grenzen zwischen Bildender Kunst, Theater und gesellschaftlicher Erfahrung überschreitet. Ihre Arbeiten eröffnen Räume des gemeinsamen Erlebens und Nachdenkens. Mit großer Sensibilität untersucht sie die Mechanismen von Ritualen, Symbolen und sozialen Rollen und macht sichtbar, wie Wirklichkeit konstruiert und erfahren wird. Ihre Kunst verbindet
historische Referenzen mit höchster Aktualität und besitzt eine internationale Strahlkraft, die weit über Baden-Württemberg hinausreicht.“
Internationales Renommee und Heimatbezug
Ulla von Brandenburg wurde 1974 in Karlsruhe geboren. Sie studierte von 1996 bis 1998 Szenografie und Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und setzte ihr Studium von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 2016 gibt sie ihre Expertise als Professorin für Malerei und Grafik an die nächste Generation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe weiter. Sie lebt und arbeitet in Paris und Karlsruhe. Ihr Werk erfährt weltweit höchste Anerkennung. So stand sie 2016 im Finale des renommierten französischen Prix Marcel Duchamp. Umfassende Einzelausstellungen in weltweit führenden Institutionen – darunter das Palais de Tokyo in Paris (2020), das Museo Reina Sofía in Madrid (2024) sowie jüngst das Ernst Barlach Haus in Hamburg (2026) und das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen (2025/2026) – unterstreichen ihre prägende internationale Bedeutung. 2022 erhielt sie im Kunstmuseum Stuttgart den „Kubus. Sparda-Kunstpreis“.
Ulla von Brandenburg gilt im internationalen Kunstkontext als eine der originärsten zeitgenössischen Stimmen, die das Konzept des multimedialen Gesamtkunstwerks konsequent weiterführt. Geprägt durch ihre Ausbildung in der Szenografie erforscht sie die Facetten des Bühnenhaften sowie die fließenden Übergänge zwischen Realität und Illusion. Charakteristisch für ihr Werk sind große textile Installationen, Filme und performative Formate, die Elemente des Theaters mit Fragen nach gesellschaftlichen Ritualen, Erinnerungskulturen und kollektiven Erfahrungen verbinden. Vorhänge, Bühnenräume und choreografierte Bewegungen fungieren als Schwellen zwischen Sichtbarkeit und Verborgenem, zwischen Realität und Inszenierung.
Landespreis für Bildende Kunst
Mit dem Landespreis für Bildende Kunst zeichnet Baden-Württemberg Künstlerinnen und Künstler aus, deren Schaffen zur Entwicklung der neueren Kunst beiträgt. Er wird seit 2025 alle zwei Jahre vergeben und setzt den historischen Hans-Thoma-Preis fort. Die Auszeichnung wird traditionell in der Gemeinde Bernau im Südschwarzwald vergeben, dem Geburtsort von Hans Thoma. Mitglieder der Jury waren diesmal: Dr. Claudia Rose (Leiterin der Kunstabteilung des Ministeriums), Dr. Claudia Emmert (Kunstmuseum Bonn), Johannes Honeck (Christian Schad Museum, Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg), Luisa Heese (Kunsthalle Mannheim), Prof. Dr. Schirin Kretschmann (Akademie der Bildenden Künste München), Prof. Dr. Eckart Köhne (Badisches Landesmuseums) gemeinsam mit Christina Lehnert (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden). Alexander Schönemann, Bürgermeister der Gemeinde Bernau, und Margret Köpfer, Leiterin des Thoma-Museums Bernau, nahmen mit beratender Stimme teil.Landespreis für Bildende Kunst geht an Ulla von Brandenburg
Der Landespreis für Bildende Kunst 2027 geht an die Künstlerin Ulla von Brandenburg. Das Land würdigt Ulla von Brandenburgs herausragendes künstlerisches Wirken bei der Verwandlung von Museen in Theaterbühnen.
Die in Karlsruhe geborene Malerin, Grafikerin, Installations- und Videokünstlerin Ulla von Brandenburg gehört zu den international profiliertesten Stimmen der Gegenwartskunst. Ihre Gesamtkunstwerke aus Malerei, Skulptur, Textilarbeiten, Filmen und Performances entfalten neue Wirklichkeiten, die Fragen nach Erinnerung, Ritualen, gesellschaftlichen Rollen und kollektiven Bildern verhandeln. Der Landespreis ist mit 25.000 Euro verbunden.
Kunststaatssekretärin Neşe Erikli sagte: „Ulla von Brandenburg setzt weit über Baden-Württemberg hinaus Maßstäbe. Ihre Werke laden nicht nur zum Staunen ein, sondern auch zum Nachdenken. Sie hinterfragt Gewohntes und eröffnet neue Perspektiven auf unser Zusammenleben. Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht, brauchen wir Kunst, die Menschen bewegt, Debatten anstößt und den Dialog stärkt. Baden-Württemberg steht für diese Freiheit der Kunst und fördert sie mit Überzeugung.“
Preisverleihung am 18. Juli 2027 in Bernau
Die feierliche Preisverleihung findet am 18. Juli 2027 in Bernau im Schwarzwald statt. Das Badische Landesmuseum und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden organisieren und betreuen aus Anlass der Verleihung im Auftrag des Ministeriums eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin im Hans-Thoma-Kunstmuseum. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Räume des gemeinsamen Erlebens und Nachdenkens
Die Jury war sich einig: „Ulla von Brandenburg hat ein Werk geschaffen, das in einzigartiger Weise die Grenzen zwischen Bildender Kunst, Theater und gesellschaftlicher Erfahrung überschreitet. Ihre Arbeiten eröffnen Räume des gemeinsamen Erlebens und Nachdenkens. Mit großer Sensibilität untersucht sie die Mechanismen von Ritualen, Symbolen und sozialen Rollen und macht sichtbar, wie Wirklichkeit konstruiert und erfahren wird. Ihre Kunst verbindet
historische Referenzen mit höchster Aktualität und besitzt eine internationale Strahlkraft, die weit über Baden-Württemberg hinausreicht.“
Internationales Renommee und Heimatbezug
Ulla von Brandenburg wurde 1974 in Karlsruhe geboren. Sie studierte von 1996 bis 1998 Szenografie und Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und setzte ihr Studium von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 2016 gibt sie ihre Expertise als Professorin für Malerei und Grafik an die nächste Generation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe weiter. Sie lebt und arbeitet in Paris und Karlsruhe. Ihr Werk erfährt weltweit höchste Anerkennung. So stand sie 2016 im Finale des renommierten französischen Prix Marcel Duchamp. Umfassende Einzelausstellungen in weltweit führenden Institutionen – darunter das Palais de Tokyo in Paris (2020), das Museo Reina Sofía in Madrid (2024) sowie jüngst das Ernst Barlach Haus in Hamburg (2026) und das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen (2025/2026) – unterstreichen ihre prägende internationale Bedeutung. 2022 erhielt sie im Kunstmuseum Stuttgart den „Kubus. Sparda-Kunstpreis“.
Ulla von Brandenburg gilt im internationalen Kunstkontext als eine der originärsten zeitgenössischen Stimmen, die das Konzept des multimedialen Gesamtkunstwerks konsequent weiterführt. Geprägt durch ihre Ausbildung in der Szenografie erforscht sie die Facetten des Bühnenhaften sowie die fließenden Übergänge zwischen Realität und Illusion. Charakteristisch für ihr Werk sind große textile Installationen, Filme und performative Formate, die Elemente des Theaters mit Fragen nach gesellschaftlichen Ritualen, Erinnerungskulturen und kollektiven Erfahrungen verbinden. Vorhänge, Bühnenräume und choreografierte Bewegungen fungieren als Schwellen zwischen Sichtbarkeit und Verborgenem, zwischen Realität und Inszenierung.
Landespreis für Bildende Kunst
Mit dem Landespreis für Bildende Kunst zeichnet Baden-Württemberg Künstlerinnen und Künstler aus, deren Schaffen zur Entwicklung der neueren Kunst beiträgt. Er wird seit 2025 alle zwei Jahre vergeben und setzt den historischen Hans-Thoma-Preis fort. Die Auszeichnung wird traditionell in der Gemeinde Bernau im Südschwarzwald vergeben, dem Geburtsort von Hans Thoma. Mitglieder der Jury waren diesmal: Dr. Claudia Rose (Leiterin der Kunstabteilung des Ministeriums), Dr. Claudia Emmert (Kunstmuseum Bonn), Johannes Honeck (Christian Schad Museum, Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg), Luisa Heese (Kunsthalle Mannheim), Prof. Dr. Schirin Kretschmann (Akademie der Bildenden Künste München), Prof. Dr. Eckart Köhne (Badisches Landesmuseums) gemeinsam mit Christina Lehnert (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden). Alexander Schönemann, Bürgermeister der Gemeinde Bernau, und Margret Köpfer, Leiterin des Thoma-Museums Bernau, nahmen mit beratender Stimme teil.

